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10 einfache Schritte zur effektiven HubSpot Kundenbindungskampagne

Posted by Julia Zell on 23 März, 2021

Bleiben Sie mit Ihren Kunden in Kontakt – besonders in Zeiten von Corona. Mit dieser einfachen HubSpot Aktivierungskampagne, für die Sie weder ein HubSpot Profi sein müssen noch viel Zeit brauchen, lassen Sie Ihre Kontakte wissen, dass Sie sie wertschätzen. Erfahren Sie hier, wie Sie die Kampagne umsetzen – schnell, einfach und effektiv.

Bei all der Neukundenakquise, Lead-Generierung und Lead-Pflege, Retargeting und allem was Sie sonst noch täglich betreiben, wird oftmals die Bestandskundenpflege aus den Augen verloren. Sobald ein Geschäft abgeschlossen, ein Vertrag unterschrieben ist, landen Kunden oder Geschäftspartner in der Kontaktliste ganz unten.

Dabei ist die Kontaktpflege ein wichtiger Aspekt sowohl im B2B als auch im B2C Bereich. Unabhängig davon, ob der Kontakt besonders relevant für Sie ist oder nicht; Sie könnten schließlich den ein oder anderen Denkanstoß geben.

Folgen Sie diesem einfachen Leitfaden und setzen Sie Ihre Express-Kundenbeziehungs-Kampagne mit Mehrwert für die Empfänger um – ohne komplizierte Workflows oder langjähriger HubSpot Erfahrung.

Die Idee dahinter ist simpel: Belohnen Sie Ihre Kontakte mit einer simplen Aktion, die nur 10 einfache Schritte erfordert:
  1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe
  2. Finden Sie einen ansprechenden Aufhänger
  3. Verfassen Sie eine prägnante E-Mail mit Call-to-Action (CTA)
  4. Personalisieren Sie Ihre Ansprache
  5. Erstellen Sie eine anschauliche Landing Page
  6. Gestalten Sie eine einfache Thank You Page
  7. Testen!
  8. Werten Sie die Responses aus, unkompliziert und ohne Hilfsmittel
  9. Verfassen Sie eine Follow-up E-Mail
  10. Analysieren Sie Ihre Performance und lernen Sie daraus

1. Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Der erste Schritt einer Kampagne ist immer die Definition des Ziels. Sie müssen sich zunächst entscheiden, wen Sie mit Ihrer Kampagne erreichen und was Sie damit bewirken möchten. Bei dieser Kampagne handelt es sich grundsätzlich um eine Kundenbindungskampagne, Sie können aber auch noch weitere Ziele damit erreichen, wie etwa Retargeting oder allgemeine Awareness.

Bevor Sie starten, stellen Sie sicher, dass Ihre Kontakte gepflegt und veraltete Adressen aussortiert wurden.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen E-Mail-Marketing-Kampagne ist die Identifizierung Ihrer Zielgruppe und die Verwendung von E-Mail-Segmentierung, um sicherzustellen, dass Sie die richtigen Personen zur richtigen Zeit ansprechen. Ein bekanntes Sprichwort besagt: “Wenn Sie zu allen sprechen, sprechen Sie zu gar keinem“.

Als Nächstes ist es wichtig zu evaluieren, ob die Zielgruppe beispielsweise eher auf ein Sachgeschenk anspricht und was dieses beinhalten könnte, oder sich mehr an einem guten Zweck erfreut.

2. Finden Sie einen ansprechenden Aufhänger

Jetzt können Sie Ihre Kreativität entfalten: Lassen Sie sich eine Aktion einfallen, die Ihre Kontakte anspricht und von der diese profitieren. Dies kann beispielsweise eine Aktion zu einem guten Zweck sein. Stellen Sie Ihren Kunden eine Auswahl an Hilfsorganisation zur Wahl, für die Sie dann im Namen Ihrer Kunden eine Geldspende überweisen.

Wir haben hierbei eine Weihnachtskampagne gewählt und dem Ganzen einen vorweihnachtlichen Touch gegeben. Achten Sie auf eine eindeutige Benennung der Kampagne. Unsere Kampagne trägt den Namen „2020_Christmas_Charity“:

Natürlich funktioniert auch ein Giveaway: Stellen Sie die Frage, was Ihre Kunden am liebsten hätten (USB-Stick, Notizblock, etc.) und schicken Sie dies dann personalisiert an den Kunden. Ein weiteres Konzept könnte eine Einladung zu einem Event oder Webinar sein. Der Kunde könnte sich entscheiden, welches Thema ihn am meisten anspricht und Sie organisieren dessen Teilnahme. Achten Sie auf jeden Fall darauf, Ihren Lesern etwas Gutes zu tun.

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Im Idealfall nutzen Sie einen günstigen Zeitrahmen, eine bestimmte saisonale Besonderheit und widmen Ihre Kampagne diesem Event. Beachten Sie dabei, dass laut einer Studie von Campaignmonitor die meisten Emails zur Weihnachtszeit und kurz vor Black Friday versendet werden – das bedeutet zugemailte E-Mail-Konten Ihrer Kunden. Andererseits ist aber die Öffnungsrate sowie die Klickrate zu diesen Zeiten auch am höchsten, wie die Studie weiter herausfand.

Sie müssen sich also zunächst bewusst sein, zu welchem Zeitpunkt Sie mit Ihren Kunden in Kontakt treten wollen. Eine Aussendung im Hinblick auf Ostern oder Großereignisse, wie einer Sportveranstaltung oder ein politisches Ereignis, können aber auf jeden Fall einen guten Aufhänger darstellen. Achten Sie jedoch bei Letzterem immer auf eine neutrale Darstellung, ohne dabei eine Position einzunehmen.

 

Im zweiten Schritt passen Sie Ihre Idee – egal ob Spendenaktion, Geschenk, Webinar etc. – Ihrem gewählten Themengebiet an.

 

3. Verfassen Sie eine prägnante E-Mail mit Call-to-Action (CTA)

Einer der wichtigsten Punkte ist es, ansprechenden Content zu erstellen. Wecken Sie Interesse mit Ihrer Aussendung, lassen Sie Ihre Kunden wissen, dass Sie sie nicht vergessen haben. Gestalten Sie ein personalisiertes Header-Bild, um auf Ihre Kampagne aufmerksam zu machen. Beginnen Sie mit einer personalisierten Anschrift und passen Sie die Sprache dem Tone of Voice Ihres Unternehmens an.

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Beschreiben Sie in einer kurzen Einleitung den Hintergrund Ihrer Aktion, beispielsweise, dass Sie sich einfach bei Ihren Kunden bedanken möchten oder der Gesellschaft etwas Gutes tun möchten. Bleiben Sie dabei überzeugend und dennoch bescheiden – Sie tun etwas Gutes, retten dabei aber nicht die Welt.

Erwecken Sie das Interesse des Lesers, auf den weiterführenden CTA zu klicken, hier beispielsweise, um eine der Organisationen auszuwählen.

Halten Sie sich kurz. Laut mehreren Studien zählen E-Mails mit der besten Click-Through-Rate nicht mehr als 125 Wörter. Versuchen Sie aber auf jeden Fall unter 200 Wörtern zu bleiben und achten Sie auf einfache Sätze und einen kurzen, prägnanten Betreff. Der ideale Betreff ist zwischen 41 und 50 Zeichen lang, um auch auf der mobilen Ansicht vollständig lesbar zu sein und verwendet einladende Worte, jedoch keine Buzzwords die als Spam gekennzeichnet werden könnten.

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Optimieren Sie auch Ihren Call-To-Action: Der CTA ist das Herzstück der E-Mail und auch der Landing Page. Insgesamt sind CTAs notwendig, um Ihr Publikum stärker mit Ihrem Angebot zu beschäftigen. Um die gewünschten Klicks zu generieren, sollten CTAs auffällig sein. Am wichtigsten ist aber, dass sie effektiv einen Wert für den Kunden vermitteln.

 

4. Personalisieren Sie Ihre Ansprache

Wenn es um das Thema Kontaktpflege geht, gibt es keine „One-Size-Fits-All“-Patentlösung. Im Gegenteil, eine strategische Pflege Ihrer Kontakte mit gezielten Inhalten kann die Ergebnisse erheblich verbessern. Laut einer Accenture Studie wechselten 41 % der Verbraucher ein Unternehmen aufgrund mangelnder Personalisierung und 83 % der Verbraucher sind bereit, ihre Daten zu teilen, um ein personalisiertes Erlebnis zu ermöglichen.

Eine Marketing-Automatisierungsplattform bietet sich an, um Sie bei der Identifizierung, Segmentierung und gezielten Ansprache Ihrer Kontakte zu unterstützen. So skalieren Sie Ihre Ansprache. Der Sinn der Segmentierung besteht darin, Ihren E-Mail-Empfängern für sie relevante Inhalte zu bieten.

Ordnen Sie Ihre Listen – nach Ländern, Sprachen, Firmen, etc. Erstellen Sie dann eine Auswahl an maßgeschneiderten Inhalten, um jede Ihrer Gruppen basierend auf ihren Eigenschaften wie Interessen und Zielen zu pflegen. Ihre Kampagne sollte auch Lead-Daten und Trigger-Ereignisse berücksichtigen. Verwenden Sie die E-Mail-App und die Listen-App in der HubSpot Marketing-Plattform in Kombination mit dem HubSpot CRM, um diesen Prozess zu optimieren.

Die einfachste Methode sind sogenannte Personalisierungstoken. Damit geben Sie jeder Art von Kommunikation einen persönlichen Touch, wie etwa der automatisierten Anrede mit dem Vornamen. Stellen Sie sicher, dass all Ihre Kontakte über die benötigten Eigenschaften verfügen, oder legen Sie eine alternative Anrede fest:

 personalisation token

In der Vorschau wird Ihnen der Text folgendermaßen angezeigt:

 >Hi, Mr or Ms !</ 

5. Designen Sie eine einfache Landing Page

Die Landing Page muss grundsätzlich informativ sein und den Zweck erfüllen, dabei aber auch optisch ansprechend sein. Eine bewährte Möglichkeit, Ihre Landing Pages hervorzuheben, ist die Einbindung von Multimedia-Inhalten. Verwenden Sie dazu dieselbe personalisierte Bild- oder Videowelt wie bereits in der E-Mail, um Kontinuität zu gewähren.

 

Tipp: Sorgen Sie dafür, dass die Besucher auf der Seite bleiben, indem Sie die Hauptnavigation oder ablenkende Backlinks entfernen. So ist es weniger wahrscheinlich, dass es zu einem Bruch in der Lead-Generierung kommt, der User dazu bringen könnte, Ihre Seite zu verlassen.

 

Erklären Sie noch einmal in einfachen Worten, worum es bei der Aktion geht und was der Leser zu tun hat und machen Sie die Teilnahme an der Aktion „schmackhaft“. Geben Sie ihm dann die Wahl. In unserem Beispiel von Wohltätigkeitsorganisationen würden Sie hier 3-5 verschiedene Hilfsorganisationen auflisten.

Die Auswahlmöglichkeiten können Sie ganz simpel in Form eines Formulars erstellen. In diesem Formular legen Sie am besten Custom Properties, also benutzerdefinierte Eigenschaften an (z.B. Radio select). Properties oder Eigenschaften werden grundsätzlich verwendet, um Daten zu bestimmten Objekten in HubSpot zu speichern.

Dies können beispielsweise Kontakte, Unternehmen, Deals, Tickets oder Produkte sein. Sie können aber auch ganz spezifische Daten anlegen und speichern, wie in unserem Fall, welche Wohltätigkeitsorganisation der User ausgewählt hat. Mehr über Properties (Eigenschaften) und wie diese genutzt werden können finden Sie hier.

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Die Properties (Eigenschaften) können nun in das Formular eingefügt werden:

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Fügen Sie das Formular abschließend in die Landing Page ein:

 Bildschirmfoto 2021-03-19 um 11.03.41

Die Angabe der E-Mail-Adresse ist wiederum obligatorisch, um die weitere Kommunikation zu gewährleisten. Je nach Verwendungszweck können hier auch zusätzlich Social Sharing Buttons eingebaut werden. Grundsätzlich gilt bei Landing Pages jedoch: „weniger ist mehr“.

6. Erstellen Sie eine einfache Thank you Page

Auf der Thank You Page sollten Sie sich, wie der Namen schon verrät, einfach kurz für die Teilnahme bedanken. Die konsistente Verwendung von visuellem Material spielt auch hier eine große Rolle.

Sorgen Sie auch hier für eine persönliche Ansprache, wie zum Beispiel in Form von „Vielen Dank, Max, mit Deiner Unterstützung von Wohltätigkeitsorganisation X hast Du soeben die Welt ein kleines bisschen besser gemacht!“.

Max wird dieses Erlebnis mehr Wert schätzen als ein kühles „Vielen Dank für Ihre Teilnahme“. Auch hierfür verwenden Sie Personalisierungstoken.

Der zusätzliche Platz auf der Thank You Page kann je nach Bedarf auch für weiterführende Ressourcen und Materialien verwendet werden.

 

7. Testen!

Das A und O jeder Kommunikationsmaßnahme ist das vorherige Testen. Spielen Sie den gesamten Weg, von Erhalt der E-Mail, den Klick auf den CTA, die Auswahl auf der Landing Page, die Form Submission bis hin zur Thank you page durch und notieren Sie jeden noch so kleinen störenden Aspekt. Testen Sie dies auf unterschiedlichen Browsern und vor allem mit Ihrem Smartphone und Tablet.

Laut einer Statistik wurden im Jahr 2019 bereits 42% der E-Mails auf einem mobilen Gerät geöffnet. Eine responsive Darstellung Ihrer E-Mail, sowie Landing- und Thank You Page ist daher unerlässlich.  

Los geht’s: Schicken Sie Ihre Kampagne raus!

 

8. Werten Sie die Antworten aus, unkompliziert und ohne Hilfsmittel

Erstellen Sie unter „Contacts“ drei Listen. Liste 1 hat in unserem Beispiel das Auswahlkriterium „2020_Christmas_Charity is any of Kältebus München e.V.. Analog dazu legen Sie nun die weiteren Listen für die verbleibenden Auswahlmöglichkeiten an. Somit werden alle Teilnehmer, die bei Ihrer Aktion Kältebus München e.V. auswählen, in die entsprechende Liste aufgenommen.

Anhand der Anzahl der Kontakte in den jeweiligen Listen wissen Sie, wie viele Empfänger für welche Option gestimmt haben. In unserem Beispiel würden Sie nun die Stimmen für die jeweilige Organisation auswerten und den daraus generierten Spendenbetrag überweisen. Im Falle von Giveaways wissen Sie somit, welcher Kontakt sich für welches Geschenk entschieden hat.

Kampagne

 

9. Verfassen Sie eine Follow-up E-Mail

In dieser Follow-up E-Mail können Sie einerseits die Ergebnisse der Abstimmung präsentieren, wenn es sich um eine Abstimmung handelt, und an alle Listen senden. An dieser Stelle können Sie sich für den gesammelten Spendenbetrag bedanken. In anderen Fällen bietet sich eine gezielte Ansprache der jeweiligen Listen an. Falls Sie etwas verschenken, nutzen Sie die Listen, um Ihre Kontakte mit dem jeweiligen Geschenk zu belohnen, nachdem die Adresse und Zustimmung eingeholt wurde versteht sich.

 

10. Analysieren Sie Ihre Performance und lernen Sie daraus

HubSpot liefert Ihnen aussagekräftige Einblicke in die Öffnungs- und Click-Through-Raten Ihrer E-Mails. Sie können auch nachverfolgen, wenn ein Benutzer über den CTA in der E-Mail auf die Landing Page gelangt ist, jedoch nicht darüber hinausgelangt ist. Dies könnte auf eine schlechte User Experience hindeuten. Analysieren Sie also, wie sich Ihre Kontakte verhalten haben, versuchen Sie Fehler aufzudecken und zu beheben – im schlimmsten Fall lernen Sie für die nächste Kampage.

 

Fazit

Die Erfolgsmessung ist in diesem Fall sehr einfach. Sie verfügen über eine übersichtliche Liste von Empfängern, Absprungrate und Abmeldevorgängen, und Sie können am Ende sehen, wie viele Benutzer an der Kampagne teilgenommen haben.

Grundsätzlich gilt es, die Kampagne innerhalb eines überschaubaren Zeitraums abzuschließen. Eine Follow-up-Mail nach einem halben Jahr wird kaum jemanden interessieren. Außerdem sollten Sie sogenannte Depublish-Termine festlegen, um die Seiten nach Ende der Kampagne nicht mehr anzuzeigen. Die Dauer der Kampagne sollte bereits im Vorfeld festgelegt werden.

 

Legen Sie los und tüfteln Sie an Ihrer Aktivierungskampagne – für einen guten Zweck oder einfach, um sich bei Ihren Kontakten zu bedanken – ganz ohne Vorkenntnisse in HubSpot.

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Haben Sie bereits eine erfolgreiche Kampagne zur Kontaktpflege umgesetzt? Dann lassen Sie es uns auf LinkedIn wissen.

 

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